Fritken, unser Linnenbauer

Ein Elverdisser ist dieser Tage Stadtgespräch in Herford: Friedrich „Fritken“ Oberdiek (1844-1919). Der letzte Handweber des 19. Jahrhunderts stand Modell für das bekannte Linnenbauerdenkmal auf dem gleichnamigen Platz. Das von dem Düsseldorfer Bildhauer Gregor von Bochmann erschaffene Bronze-Denkmal erinnert an die handwerkliche Tradition der Leineweber und wurde am 24. Juni 1909 eingeweiht; die Festrede hielt Bürgermeister Busse. Momentan ist nur Fritkens Oberkörper zu sehen, da das Denkmal zum Schutz vor Beschädigungen durch Baumaßnahmen in der Fußgängerzone mit Holzbrettern eingezäunt ist. Dass beide Tageszeitungen darüber mit Foto berichten, zeigt die Bedeutung des Denkmals. Es ist übrigens das einzige in Herford, das im zweiten Weltkrieg nicht eingeschmolzen wurde.